Bürgerinformationssystem Stadt Sehnde

Vorlage - 2026/0843  

 
 
Betreff: Machbarkeitsstudie zu klimaresilienten Gewerbegebieten
hier: überplanmäßige Mittelbereitstellung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:FD Stadtentwicklung und Straßen, Grünflächen und Klimaschutz   
Beratungsfolge:
Fachausschuss Stadtentwicklung und Umwelt Vorberatung
16.06.2026 
Sitzung des Fachausschusses Stadtentwicklung und Umwelt      
Fachausschuss Finanzen, Steuerung, Innere Dienste Vorberatung
17.06.2026 
Sitzung des Fachausschusses Finanzen, Steuerung, Innere Dienste      
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Sehnde Entscheidung
23.06.2026 
Sitzung des Rates der Stadt Sehnde      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Foerderantrag Stadt Sehnde_REGIP bearbeitet

Beschlussvorschlag:

a) Der Fachausschuss Stadtentwicklung und Umwelt empfiehlt dem Rat, den folgenden Beschluss zu fassen:

b) Der Fachausschuss Finanzen, Steuerung, Innere Dienste empfiehlt dem Rat, den folgenden Beschluss zu fassen:

c) Der Verwaltungsausschuss empfiehlt dem Rat, den folgenden Beschluss zu fassen:

d) Der Rat fasst den folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Sehnde beschließt, den Förderantrag im Rahmen des Regionalen Gewerbeflächen-Investitionsprogramms (REGIP) für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Gewerbegebietes „ver-Nord“ zu unterstützen.

Er beschließt die überplanmäßige Bereitstellung von Haushaltsmitteln in Höhe von bis zu 95.000 €r die Durchführung der „Machbarkeitsstudie Gewerbegebiet Höver-Nord“ im Haushaltsjahr 2026- vorbehaltlich einer Bewilligung durch die Region Hannover.

Deckungsvorschlag:

47.500,- € Eigenanteil (FD 4.1. Stadtentwicklung Planungskosten)

47.500,- €rderung durch die Region Hannover (REGIP)

 

 


Sachverhalt:

Die Stadt Sehnde beabsichtigt, im Rahmen des Regionalen Gewerbeflächen-Investitionsprogramms (REGIP) eine Förderung für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Gewerbegebietes „ver-Nord“ zu beantragen.

Das Plangebiet befindet sich südlich der Bundesstraße B65 in unmittelbarer Nähe zur BAB 7 und weist aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage eine besondere Bedeutung für die gewerbliche Entwicklung der Stadt Sehnde sowie der Region Hannover auf. Der Planungsbereich umfasst insgesamt ca. 40 ha, von denen perspektivisch bis zu 30 ha als Gewerbeflächen entwickelt werden könnten.

Die Fläche ist bereits seit mehreren Jahrzehnten Gegenstand planerischer Überlegungen. Gleichzeitig bestehen in der örtlichen Bevölkerung Vorbehalte gegenüber einer gewerblichen Entwicklung des Gebietes. Ziel der Machbarkeitsstudie ist es daher, eine nachhaltige, klimaangepasste und sozialverträgliche Entwicklungsperspektive für das Gebiet zu erarbeiten und dabei die Öffentlichkeit frühzeitig und intensiv in den Planungsprozess einzubinden.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Entwicklung eines integrierten Gewerbestandortes, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt. Dabei sollen insbesondere folgende Zielsetzungen verfolgt werden:

  • Entwicklung eines klimaangepassten und ressourcenschonenden Gewerbestandortes,
  • Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur durch einen ausgewogenen Branchenmix mit Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen,
  • Verzicht auf verkehrsintensive Logistiknutzungen,
  • Sicherstellung einer hohen städtebaulichen und freiraumplanerischen Qualität,
  • Entwicklung nachhaltiger Mobilitäts- und Energiekonzepte,
  • rderung der Akzeptanz durch intensive Beteiligungsformate.

 

Die Machbarkeitsstudie soll verschiedene Handlungsfelder betrachten, darunter Soziales, Städtebau und Mobilität, Landschaft und Klima sowie Energieversorgung. Geprüft werden unter anderem Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlicher Angebote für die Ortschaft Höver, Maßnahmen zur Klimaanpassung, Regenwasserbewirtschaftung im Sinne des Schwammstadt-Prinzips, die Integration erneuerbarer Energien sowie die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsstrukturen.

Darüber hinaus soll die Studie dazu beitragen, eine ungeordnete Entwicklung des Gebietes durch Einzelinteressen zu vermeiden und stattdessen eine strategisch abgestimmte Gesamtentwicklung unter Federführung der Stadt Sehnde sicherzustellen.

 

 

Finanzielle Auswirkungen

r die Planungs- sowie Bürgerbeteiligungsprozesse wird mit Gesamtausgaben in Höhe von maximal 95.000 Euro kalkuliert. Die Finanzierung der Machbarkeitsstudie soll anteilig über Fördermittel des Regionalen Gewerbeflächenentwicklungsprogramms (REGIP) erfolgen. Die Förderquote liegt bei 50% (47.500 €). Die Wirtschaftsförderung Region Hannover hat bereits ein positives Signal formuliert und eine Förderung empfohlen.

Die erforderlichen Eigenmittel der Stadt Sehnde in Höhe von maximal 47.500 € sind derzeit im Haushalt 2026 (FD 4.1. Stadtentwicklung Planungskosten) veranschlagt. Die zur Deckung der Gesamtkosten notwendigen Fördermittel von 47.500 € (Kostenanteil der Region Hannover) sind überplanmäßig im Haushaltsjahr 2026 vorzusehen.

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

Aus der Drucksache ergeben sich finanzwirtschaftliche Auswirkungen:

Ja:

x

 

Nein:

 

 

Ergebnishaushalt

Verfügbar

Benötigt

Erträge

 

 

Aufwendungen

 

 

Finanzhaushalt

Verfügbar

Benötigt

Einzahlungen

 

 

Auszahlungen

47.500,00 €

95.000,00 €

 


Anlage/n:

rderantrag „Machbarkeitsstudie Höver - Nord“

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Foerderantrag Stadt Sehnde_REGIP bearbeitet (141 KB)