Bürgerinformationssystem Stadt Sehnde

Auszug - Anfragen an die Verwaltung  

 
 
Sitzung des Fachausschusses Schule, Sport, Kultur, Soziales
TOP: Ö 7
Gremium: Fachausschuss Schule, Sport, Kultur, Soziales Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 03.02.2026 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 18:58 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal des Rathauses
Ort: Eingang Nordstr. 19, 31319 Sehnde
 
Wortprotokoll

Frau Gurkasch hat per Mail vom 02.02.26 folgende Anfragen an die Verwaltung gestellt:

Herr Bruns beantwortet alle Anfragen:

 

 

  • Kann der gesetzliche Anspruch auf einen Ganztagsplatz bereits zum Schuljahr 2026/27 an der Astrid-Lindgren-Grundschule für die kommenden Erstklässler umgesetzt werden oder erfolgt die Umsetzung an der Grundschule Breite Straße?

 

Dies wird zurzeit geprüft. Voraussichtlich 26 Eltern wollen für ihre Kinder den „großen“ Ganztagsanspruch geltend machen. Ca. 14 Eltern reicht eine Betreuung mit Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung (Zwischenabholzeit). Von den 26 Kindern kann ein Teil (ca. 10 Kinder) über einen Hortplatz versorgt werden. Für 15 Kinder müssen noch eine Lösung gefunden werden. Hierzu laufen derzeit auch Gespräche mit dem RLSB, wie dies in der jetzigen Rechtsform umsetzbar ist. Eine Option wäre die Kinder als separate Gruppe am Nachmittag an der GS Breite Straße betreuen zu lassen.

  • Muss prinzipiell jederzeit Personal für alle anspruchsberechtigten Schüler und Schülerin an unseren Sehnder Standorten vorgehalten werden oder erfolgt eine Fristsetzung, zu der der Betreuungsbedarf seitens der Eltern gemeldet werden muss (wie bisher) und entsprechend der Anmeldezahlen ein angepasster Personaleinsatz?

Grundsätzlich wird das Personal für den Ganztag durch das Land gestellt. Die Schulen fragen den Betreuungsbedarf vor den Sommerferien und zum Jahresende bei den Eltern ab. Die Entscheidung ist für das kommende Halbjahr bindend. Für die künftigen Erstklässler wird die Abfrage voraussichtlich schon früher (April) erfolgen. Nach den Abfragen haben die Schulen dann eine Planungsgrundlage für das kommende Halbjahr.

  • Bisher fällt der Freitagnachmittag noch nicht unter die ganztägige Betreuung unserer Schulen. Dies scheint nun laut Gesetzgeber erweitert zu werden. Ab welcher Anzahl an Anmeldungen wird diese Betreuung angeboten bzw. ab wie vielen Schüler und Schülerinnen sind die Kosten für die Ganztagsbetreuung gedeckt?

 

Hierzu laufen zur Zeit Gespräche im Rahmen der Verbandsanhörung zwischen den Kommunalen Spitzenverbänden und dem Ministerium. Die Sehnder Grundschulen würden gern den Freitag für alle 4 Jahrgänge anbieten, wenn es die Finanzierung hergibt. Für die Finanzierung ist u.a. der Klassenbildungserlass Grundlage, der sich derzeit in der Anhörung befindet. Die Spitzenverbände fordern in ihrer Stellungnahme vom 16.01.2026 eine Ressourcenausstattung seitens des Landes, die den Mindestbedarf auch bei einem Kind und für alle 4 Jahrgänge zulässt. Derzeit sieht der Entwurf dies so nicht vor. Zum Kostendeckungsgrad können zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen getroffen werden.

 

  • Ist ggf. eine zentrale Betreuung an einem Standort bei geringer Auslastung anderer Standorte möglich? (s. Vereinbarung: "Die STADT/GEMEINDE entscheidet vor Ort, an welchen Ganztagsgrundschulen der Rechtsanspruch umgesetzt wird")

 

Faktisch wäre dies denkbar. Allerdings haben wir in Ilten am Freitag derzeit rund 25 Kinder in der Betreuung. Da die GS Breite Straße und die GS Rethmar vergleichbar bzw. größer sind, rechne ich hier auch mit einer Nachfrage zumindest in Gruppengröße. Die GS Höver ist ggf. gesondert zu betrachten, wenn die Anmeldezahlen vorliegen.

  • Zum jetzigen Zeitpunkt wird die Ganztagsbetreuung an der Grundschule Höver ausschlaggebend durch den Einsatz von städtischem Personal aufrecht gehalten. Dies soll zum Schuljahresende 2025/2026 auslaufen. Kann trotz Abzug der beiden Erzieherinnen die Ganztagsbetreuung in Höver fortgesetzt werden?

 

Seitens der Schulleitung wird dies verneint. Der Klassenbildungserlass sieht für kleine Grundschulen künftig einen höheren Sockelbetrag an Stunden vor. Außerdem wird es demnächst zum Einsatz eines Schulsozialarbeiters an den Grundschulen in Ilten und Höver kommen, er wird sicherlich auch Angebote für den Ganztag machen wird. Die Situation ist zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal separat zu betrachten, wenn die Anzahl der angemeldeten Kinder und der Finanzierungsrahmen geklärt ist. Ohne Unterstützung durch die Stadt (finanziell oder personell) wird der Ganztag in Höver an 5 Tagen ab dem 01.08.2026 nicht funktionieren.

  • Falls nicht, besteht dann durch die Finanzmittel der Region Hannover die Möglichkeit, die Personalkosten vollständig abzurechnen? 

 

Der Einsatz der Mittel, die aus der GaföG- Vereinbarung an die Stadt Sehnde fließen, wäre noch politisch zu klären, da es im System „Ganztag“ mit der Ferienbetreuung ja einen weiteren Punkt gibt, der davon zu bezahlen ist. Da die Mittel nach einem Schlüssel „Ganztagsschüler Region / Ganztagsschüler Kommune“ verteilt werden sollen, kann mit einem Betrag gerechnet werden, der im Idealfall 6-stellig ist, eventuell aber auch nur 5-stellig.

  • Sieht ggf. die Region Hannover bzgl. der Umsetzung des GaFöG ein Personalgewinnungsprogramm vor?

Die Region plant zusammen mit den Volkshochschulen eine Qualifizierungsmaßnahme für pädagogisches Personal, das im Ganztag eingesetzt werden soll.

  • Ist durch die Umsetzung des GaFöG ein finanzieller Nachteil für die Stadt Sehnde zu erwarten?

Die kommunalen Spitzenverbände sprechen in ihrer Stellungnahme vom 16.01.2026 zum Klassenbildungserlass von „einer Inanspruchnahme der Kommunen als Ausfallfinanzierer“. Insofern ist davon auszugehen, dass trotz der Regionsmittel die Umsetzung des Ganztages vor Ort zu zusätzlichen Ausgaben führen dürfte. Insofern ist im Laufe des Jahres auch noch einmal die städtische Budgetrichtlinie für den Bereich in den Blick zu nehmen, wenn die landesseitige Finanzierung geklärt ist.  

  • Herr Schrader erkundigt sich nach dem Sachstand des Antrags Bündnis90 / Die Grünen vom 20.11.2025 zur Verkehrsberuhigung der Zubringerstraßen „Am Papenholz“ und „Waldstraße“ zur KGS Sehnde, der durch den Rat der Stadt Sehnde am 27.11.2025 an den Fachausschuss Stadtentwicklung und Umwelt verwiesen wurde.

Der Antrag wird im Rahmen der Vorlage 0767/2025 „Umsetzung Verkehrsentwicklungsplan hier: Fußverkehrskonzept Sehnde“ in der Sitzung des Fachausschusses 4 am 17.02.2025 mitberaten.

 

Frau Daniela Gurkasch und Frau Carolina Fiß verlassen die Sitzung um 18:45 Uhr