Bürgerinformationssystem Stadt Sehnde
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Beschlussvorschlag:a) Der Fachausschuss Kindertagesstätten und Jugend empfiehlt den Beschluss zu c) zu fassen.
b) Der Verwaltungsausschuss schlägt vor, den Beschluss zu c) zu fassen.
c) Der Rat beschließt zum 1.8.2026 die Einführung einer Kernbetreuungszeit in der Krippe Berliner Straße von 8:00 bis 14:00 Uhr sowie die Erweiterung des Frühdienstes auf zehn Betreuungsplätze ab 7:00 Uhr und einen Spätdienst mit zehn Betreuungsplätzen von 14:00 bis 16:00 Uhr.
Sachverhalt:In der Krippe der Kita Berliner Straße ist seit Februar 2025 eine Stelle „pädagogische Fachkraft“ vakant. Leider ist es nicht gelungen, die Stelle neu zu besetzten. Die Stelle wurde seit Anfang des Jahres kontinuierlich regelmäßig ausgeschrieben (im Durchschnitt alle 6 bis 8 Wochen) und auch bei Initiativbewerbungen angeboten. Der Stundenumfang dieser Stelle liegt bei maximal 26 Stunden und beinhaltet an 4 Tagen die Woche einen Dienst bis 16:00 Uhr, damit der gesetzlich vorgeschriebene Betreuungsschlüssel erfüllt ist. Auf dem Arbeitsmarkt stehen jedoch nahezu keine Fachkräfte zur Verfügung, die bei diesem Stundenvolumen, also einer Teilzeittätigkeit an vier Nachmittagen die Woche bis 16:00 Uhr arbeiten können bzw. wollen. Häufig sprechen Argumente wie Kinderbetreuung etc. dagegen. Hier wurden in den verschiedenen Ausschreibungsverfahren unterschiedlichste Varianten angeboten, um die Attraktivität der Stelle zu steigern, so zum Beispiel auch eine 4-Tage Woche.
Gleichzeitig hat sich bei der diesjährigen Vergabe von Krippenplätzen gezeigt, dass viele Familien im Krippenbereich keine 16:00 Uhr Betreuung benötigen bzw. beantragen. So erhielt die Verwaltung mehrfach die Aussage, dass der angebotene Betreuungsplatz bis 16:00 Uhr nicht angenommen wird, da eine Betreuungszeit bis in den Nachmittag hinein gar nicht benötigt wird und somit auch die dafür fälligen Kosten nicht getragen werden können bzw. die Familien nicht bereit sind diese zu tragen, obwohl sie ihr Kind regelmäßig deutlich früher abholen. So waren die Plätze in den 14:00 Uhr Krippengruppen deutlich schneller vergeben als in den Ganztagsgruppen. Auch in der Krippe in Ilten zeigt sich das Bild, dass ein großer Teil der betreuten Kinder regelmäßig bereits deutlich vor 16:00 Uhr abgeholt wird. Die Nachfrage nach Frühdienstplätzen ab 7:00 bzw. 7:30 Uhr hingehen ist hoch und kann nicht vollständig gedeckt werden.
Es bietet sich somit an, das Betreuungsangebot dem tatsächlichen Bedarf und somit den Wünschen der Eltern anzupassen sowie dabei gleichzeitig die angespannte Personalsituation aufgrund der langen Vakanz aufzulösen.
Es empfiehlt sich daher, die Kernbetreuungszeit in der Krippe Berliner Straße zum kommenden Kitajahr (ab 1.8.2026) von 8:00 bis 16:00 Uhr auf 8:00 bis 14:00 Uhr zu verkürzen und einen Spätdienst mit zehn Plätzen von 14:00 bis 16:00 Uhr einzuführen. Gleichzeitig wird der Frühdienst von derzeit fünf Betreuungsplätzen auf zukünftig zehn Plätze erweitert werden. So würde weiterhin für zehn Kinder eine ganztägige Betreuung angeboten werden können und mehr Familien von einem stark nachgefragten Frühdienstplatz profitieren.
Die Einführung einer Randbetreuungszeit mit zehn Plätzen verringert den Betreuungsschlüssel ab 14:00 Uhr um eine Fachkraft (pädagogische Fachkraft oder pädagogische Assistenzkraft), da der gesetzliche Betreuungsschlüssel von 1:5 bei zehn Kindern mit zwei Kräften erfüllt ist. Dies bedeutet, dass in Summe zehn Fachkraftstunden weniger am Nachmittag bereitgestellt werden und nicht mehr drei Kräfte gleichzeitig anwesend sein müssten. Dies erhöht die Chancen einer Neubesetzung der vakanten Stelle enorm und steigert die Attraktivität der Stelle.
Mit dieser Umstrukturierung kann somit der Nachfrage der Familien nach Betreuungszeiten sowohl in der Krippe bis 14:00 Uhr als auch bis 16:00 Uhr entsprochen und somit zielgerichteter auf die Bedarfe der Familien eingegangen werden. Die Erweiterung des Frühdienstes um eine Kraft bzw. fünf Betreuungsplätze erweitert das Angebot der Krippenbetreuung in der Kita Berliner Straße ebenso bedarfsorientiert und deckt dabei gleichzeitig die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeitenden und potentiellen Mitarbeitenden in Bezug auf zu leistende Arbeitszeiten.
Aufgrund der Verlagerung von Fachkraftstunden in den Frühdienstbereich und der geringeren Einnahmen im Bereich der Gebühren durch Verkürzung der Kernbetreuungszeit und Einführung eines Spätdienstes (separate Gebühren für Sonderdienste) belaufen sich die Einsparungen durch diese Maßnahme nach Hochrechnungen bei Vollauslastung und Vollzahlern auf einen Kleinstbetrag von rund 3.000,00 Euro, so dass hier von einer Kostenneutralität gesprochen werden kann. Finanzielle Auswirkungen:
Anlage/n:
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